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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Meeresmuseum
Entdeckung vom 23. September 2011

Entdeckung Nr.266

Mit der Angel auf Haifang

Der Tigerhai in der Schauvitrine vor dem Katharinenchor hat seine ganz eigene Geschichte. Die Präsentation in unmittelbarer Nähe des großen Korallenriffes geschieht nicht ohne Grund. Der Fang nämlich erfolgte auf den (in Museumskreisen) legendären Acropora-Expeditionen 1976 und 1979 im Roten Meer, die seinerzeit das junge Meeresmuseum mit Korallen und zahllosen Tierpräparaten aus tropischen Regionen versorgten. Die gefangenen und später präparierten Fischarten bildeten den Grundstock der umfangreichen Museumsammlungen und sind vor allem in der Darstellung des großen Korallenriffs zu sehen.

 

Der ausgestellte Tigerhai hat also auch ein klein wenig Museumsgeschichte geschrieben. Er war der größte Fisch, der bei den intensiven Angelaktionen an Bord gelangte. Erwachsene Tiere können eine Größe von rund fünfeinhalb Meter erreichen. Doch auch bei einer Länge von 2,77 Meter konnte die Bergung des gefangenen Exemplars nur mit dem Ladegeschirr des Expeditionsschiffes bewältigt werden. Für die spätere Herstellung des Abgusspräparates im fernen Stralsund wurde sogleich eine Gipsform des Tieres erstellt. Die Arbeit „auf glutheißem Deck“, wie in den Erinnerungen der Expeditionsteilnehmer festgehalten, nahm einen ganzen Tag in Anspruch.  

 

Neben den umfangreichen Fangergebnissen brachten die Wissenschaftler auch eine riesige Anzahl von Fotos für die wissenschaftliche Dokumentation und zur Erforschung der Korallenriffe mit nach Hause. Unersetzliches Material, das heute ermöglicht, die Veränderungen dieser großartigen und einzigartigen Lebensbereiche in den Weltmeeren innerhalb von fast fünf Jahrzehnten zu untersuchen.  


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