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Samstag, 21. Oktober 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 25. September 2011

Entdeckung Nr.268

Wenn Fische kurz zu Riesen werden

Die Aquarien im OZEANEUM geben den Besuchern faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt der Ozeane. Das machen auch teilweise mächtige und ungewöhnlich geformte Aquarienscheiben von acht bis über dreißig Zentimeter Dicke möglich. Dadurch treten physikalische Phänomene auf, die zu eigenartigen optischen Effekten führen. Die unterschiedliche Brechung von Licht durch Wasser und Luft verzerrt in bestimmten Momenten die Sicht in die Becken.

 

So glaubt der Betrachter am großen Schwarmfischbecken etwa, das Walskelett auf dem Boden befinde sich recht nahe vor der Scheibe. Durch die Linsenwirkung der 33 Zentimeter dicken Scheiben wird die Entfernung aber verkürzt, denn in Wirklichkeit liegt die Beckendekoration rund acht Meter tief im Hintergrund.    

 

Andere optische Täuschungen entstehen an den runden Scheiben im Störbecken. Die Fische dahinter erscheinen wie durch ein Vergrößerungsglas um rund ein Drittel größer als sie in natura sind.

 

Sehr augenfällig ist die Wirkung der Rundbecken beim Heringsschwarm. Das ständige Kreisen der Fische gerät zu einem optischen Verwirrspiel. Nur die Heringe unmittelbar in der Scheibenmitte zeigen ihre wirkliche Größe. Diejenigen am Rande der Krümmung verschwimmen stark verzerrt und vergrößert in der schillernden Masse.    

 

Dass diese Eindrücke stets allen Besuchern möglich sind, erfordert einen enormen Pflegeaufwand. Denn durch Algenbewuchs kann die Sicht durch die Aquarienscheiben schnell getrübt werden. Wenn in den Becken Taucher oder Reinigungsroboter auftauchen, ist das dann aber keine optische Täuschung, sondern ein alltäglicher Arbeitseinsatz.     


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