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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Meeresmuseum
Entdeckung vom 27. September 2011

Entdeckung Nr.270

Korallenfreund mit Scheinauge

Wenn dieser auffällige Vertreter der Pinzettfische seine Runden durch das Tropenaquarium zieht, verwundert sein zweiter, gebräuchlicher Name nicht: Kupferstreifenfisch wird er auch nach seinen orangefarbenen Querstreifen genannt. Wie alle Pinzettfische hat dieser Korallenbewohner ein langes, spitzes Maul und einen flachen, hoch aufragenden Körper. Beides bestens geeignet für schmale, tiefe Spalten in den Korallenriffen, wo er sich auf bestimmte Arten von Polypen und Röhrenwürmern spezialisiert hat. Auch kleine Krebse im Sand nimmt er gerne zu sich. Die riffbauenden Steinkorallen dagegen lässt der Pinzettfisch ungeschoren - eine praktische Lebensgemeinschaft.   

 

Diesen Umstand machen sich auch gerne die Aquarianer im MEERESMUSEUM zunutze. Beide Riffbewohner werden gerne zusammen in einem Becken gehalten. Die Korallen sind so vor den Glasrosen geschützt, ungeliebte Seeanemonen, die sich schnell und massenhaft vermehren und die Korallenstöcke bedrohen. Pinnzettfisch gegen Aquarienschädlinge, lautet die Lösung. Wird sein Spezialfutter allerdings selten, kann es Probleme bei der Haltung geben. Die als äußerst sensibel geltenden Fische sind nur schwer an Ersatzfutter zu gewöhnen.  

 

Dabei macht die Pinzettfische noch ein anderes, besonderes Merkmal interessant. Neben ihrem bunten Farbenspiel fallen große, schwarze Augenflecken oberhalb der Schwanzwurzel auf. Ein Scheinauge quasi, das Fressfeinde über das richtige Körperende verwirren soll. Einem eventuellen Angriff von hinten auf den vermeintlichen Kopf können die Fische so mit einer schnellen Flucht nach vorn ausweichen.      


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