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Freitag, 20. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.274

Statt Edelmenü ins Museum

Gotteslachse fallen ähnlich den Mondfischen durch ihre flache und annähernd kreisrunde Körperform auf. In einer Schauvitrine in der Katharinenhalle des MEERESMUSEUMs sind beide Fische aus dem Atlantik auch gemeinsam zu sehen. Ausgewachsene Gotteslachse können eine Körperlänge von bis zu 1,80 Meter erreichen. Trotz ihrer stattlichen Größe sind sie kein massenhafter Speisefisch, weil sie meist als Einzelgänger durch die Meere ziehen. Wegen ihres schmackhaften Fleisches gelten sie unter Küchenchefs und Gourmets als Delikatesse.

 

Diesem besonderen Umstand ist die Herkunft des Gotteslachses im MEERESMUSEUM zu verdanken. Statt als Leckerbissen auf dem Festbankett eines bekannten Ferienparks auf der Insel Rügen kredenzt zu werden, nahm dieses Exemplar einen etwas anderen Weg. Es wurde dem Museum in Stralsund übergeben. Nachdem die Präparatoren im Haus den ungewöhnlichen Fisch abgeformt hatten, folgte dieser schließlich doch - zum Wohlgefallen der Museumsmitarbeiter - seinen Artgenossen in den Kochtopf. Die Körperform aber diente als Vorlage für das nun ausgestellte Exemplar.

 

Nun landen ganz gewiss nicht alle Exponate zugleich auch auf dem Speisetisch. Da ist der Gotteslachs schon eine seltene Ausnahme. Doch sind auch viele andere Präparate in den Ausstellungen als Plastik eines existenten Tieres entstanden. Eine weitere Präparationsmethode ist die Dermoplastik, eine modulierte Tierform unter der Original-Haut. Sogenannte Plastinations-Modelle, wobei die Körperflüssigkeit durch andere, haltbare Stoffe ersetzt wird, kommen im Deutschen Meeresmuseum gerade zur Erprobung.     


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