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Freitag, 20. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.280

Tanz der Riffbarsche

In den Aquarien von MEERESMUSEUM und OZEANEUM ist es längst nicht so still, wie es von außen scheint. Die Geräusche der Aquarienbewohner bleiben aber durch dicke Acrylglasscheiben verborgen. Um zu erfahren, welche Laute in den kleinen und großen Unterwasserwelten zu hören sind, führte der ehemalige Aquarienleiter Dr. Karl-Heinz Tschiesche zu seiner Zeit eigene Forschungsstudien durch.

 

Solche Beobachtungen waren allerdings nur in der Nacht möglich, um die Lärmkulisse ringsum möglichst gering zu halten. Störende Geräusche durch die Aquarientechnik wurden durch die Abschaltung aller Geräte vermieden. Mit hochempfindlichen Mikrophonen, die unter Wasser eingesetzt werden können, belauschte der Wissenschaftler nächtelang seine Schützlinge und kam so zu damals noch neuen Erkenntnissen über die Verständigung der Fische.   

 

Zu den „sprechenden“ Fischen gehören unter anderem viele Riffbarscharten, darunter Anemonenfische, Preußenfische aber auch Soldatenfische. Unter den Anemonenfischen sind Drohlaute bekannt, wenn sich Artgenossen oder Feinde ihrer Seeanemone nähern, mit der sie in enger Symbiose leben. Der Schwarz-Weiße Preußenfisch wiederum lockt mit seiner „Stimme“ Weibchen zur Balz. Soldatenfische, die sich gerne in Höhlen verstecken, können hingegen zur Abwehr von Eindringlingen so laute Knallgeräusche erzeugen, dass diese sogar außerhalb des Aquariums zu hören sind.  

 

Ein ganz besonders Schauspiel beschreibt Karl-Heinz Tschiesche bei den Riffbarschen, die zur Werbung von Weibchen über ihren Korallen deutliche Signalsprünge vollziehen sowie auffällige Lautfolgen ertönen lassen. Beginnt ein Männchen mit diesem Verhalten, schließen sich andere in der Nachbarschaft an und es kommt zu einem aufgeregten Unterwasserballett und klangvollen Konzert.      


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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