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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.281

Power für ein ganzes Museum

Wenn auch der ans OZEANEUM anschließende Dornröschenspeicher einen recht beschaulichen Namen trägt, sein Inhalt ist dagegen hochbrisant. Soll heißen: unverzichtbar und lebenswichtig. Zumindest aus Sicht der zahllosen Aquarienbewohner. Denn in dem historischen Hafenspeicher ist heute die Energiezentrale des großen Museums untergebracht, die von den Stralsunder Stadtwerken gemanagt wird.  

 

Nach aufwendigen Umbauarbeiten im Inneren des Speichers werden hier Strom (1.600 kW), Kaltwasser (900 kW), Wärme (800 kW) und Notstrom (500 kW) zum Betrieb der Aquarien und Ausstellungsräume erzeugt. Die Leistungsdaten entsprechen denen einer Kleinstadt mit 1.000 Haushalten oder annähernd dem durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Dreipersonenhaushaltes in Deutschland. Basis der Anlage sind zwei Heizkessel, betrieben mit Erdgas, und ein Notstromaggregat auf Dieselbasis sowie vier Trafostationen für die richtige Spannung.  

 

Besonders wichtig sind beiden Kältemaschinen, die für sechs Grad Celsius kaltes Wasser sorgen. Da in den Aquarien Lebensräume der nördlichen Meere dargestellt sind, muss das Wasser in den Becken ständig gekühlt werden.  

 

Da sich das Deutsche Meeresmuseum naheliegend vielfältig für Natur- und Umweltschutz engagiert, ist man auch beim eigenen Energieverbrauch ständig um Optimierung bemüht. Auf die naheliegende Frage, warum beispielsweise keine Sonnenenergie auf den großen Dachflächen des OZEANEUMs zum Einsatz kommt, wird auf die Denkmalauflagen des Welterbestadt Stralsund verwiesen. Beide Standorte liegen im Bereich der historischen Altstadt, in der Sonnenkollektoren als störend empfunden werden.    


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