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Samstag, 21. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.282

Und wer gibt die Richtung an?

Überraschende Wendung im Schwarmfischbecken - beschreibt keine unerwarteten Verwicklungen der Aquarienbewohner in zeitgenössische Skandale. Es meint vielmehr die Wahrnehmung der dort ansässigen Fischschwärme, die zum optischen Vergnügen der Besucher mit spontanen Richtungswechseln auffallen. Die Ursachen solch plötzlicher Bewegungen sind selten offensichtlich. Darum mögen sich manch aufmerksame Beobachter fragen, wie diese gemeinsamen Abläufe zustande kommen und wer sie im Schwarm bewirkt. Doch darauf weiß auch die Wissenschaft noch keine endgültige Antwort.      

 

Es sind in der Tat faszinierende Bilder, wenn ein Fischschwarm im Meer einer geradezu künstlerischen Choreographie zu folgen scheint. Rund, fließend und einheitlich sind die Bewegungen oftmals vieler Tausend Individuen. So als gäbe es ein kollektives Kommando, eine interne Kommunikation oder ein einheitliches Muster, dem der Schwarm zu folgen scheint. Denn eine eindeutige Führungsposition ist dabei nicht zu erkennen.

 

Wissenschaftliche Versuche dazu haben gezeigt, dass ein manipuliertes Einzelexemplar mit starrsinnigem Verhalten im Schwarm die Richtung vorgeben kann. Sind also dominante Signale allein ausschlaggebend? Eine unbefriedigende Schlussfolgerung daraus aber wäre, dass ein einzelner gestörter Fisch so einem ganzen Schwarm zum Verhängnis werden könnte. Die Natur belegt aber, dass das Verhaltensmodell „Schwarm“ sehr erfolgreich ist. Nur das Wie und Warum ist noch nicht vollständig aufgeklärt.   


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