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Samstag, 21. Oktober 2017
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Nautineum

Entdeckung Nr.284

Forschungen für ein Leben unter Wasser

Das deutsche Unterwasserlabor HELGOLAND gilt bis heute als technische Pionierleistung der Unterwasserforschung. Die Tauchstation sollte den Forschern - damals Aquanauten genannt - einen längeren Aufenthalt unter Wasser bei einer gewissen Lebensqualität ermöglichen. Wer als Besucher im NAUTINEUM das Innere der HELGOLAND erkundet, wird nachvollziehen können, dass diese Erwartungen letztendlich nicht erfüllt werden konnten.  

 

1969 in Betrieb genommen, umgab die Meeresforschung seinerzeit aber eine allgemeine euphorische Stimmung in Bezug auf die Nutzung der Meeresressourcen. Wie über visionäre Städte auf dem Mond, wurde auch über urbane Lebenswelten und Produktionsstätten unter Wasser nachgedacht. Das UWL HELGOLAND sollte nur ein erster Schritt sein, optimierte Weiterentwicklungen schnell folgen. Solche Utopien gehörten zum Zeitgeist, wurden auch von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erdacht und gefördert.      

 

Das Leben unter Wasser aber war schwieriger als gedacht. Gemessen an früheren Projekten, konnte die Tauchstation zwar mit einem bislang nicht erreichten Wohnstandard überzeugen: Die Aquanauten verfügten über eine entsprechend aufwendige Einrichtung. Für die Mahlzeiten standen eine Kücheneinrichtung und ansprechende Tiefkühlkost zur Verfügung. Täglich wurde die Besatzung über einen Spezialbehälter mit eigener Druckausgleichtechnik mit frischen Lebensmitteln versorgt. Dennoch zeigten die Erfahrungen, dass das Leben und Arbeiten unter den gegebenen Umständen auf Dauer nicht möglich war. Kälte, Feuchtigkeit und Enge erwiesen sich als zu große Belastung für die Forscherteams. Wachsende Betriebskosten ohne direkten Nutzen führten schließlich zur Aufgabe des Projektes.


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