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Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Nautineum

Entdeckung Nr.285

Die Altstadt im Netz

Die Schleppnetzfischerei ist nicht erst in letzter Zeit wegen ihrer schädlichen Folgen für die Meere ein viel diskutiertes Thema. Auch die Ausstellungen im MEERESMUSEUM und NAUTINEUM beschäftigen sich seit Anbeginn mit dieser Problematik und möglichen Lösungen.  

 

Schleppnetze an sich gehören auch zu den traditionellen Fangmethoden der Küstenfischerei. Die regional typischen Zeesboote der pommerschen Fischer beispielsweise waren speziell für die Schleppnetzfischerei in den Boddengewässern ausgerichtet. Generationen von Fischern gingen so auf Fang. Ohne allerdings dabei nachhaltig ihre Umwelt zu zerstören, die ihnen doch den Lebensunterhalt sicherte.

 

Das Problem für die Fischbestände aber ist die industrielle Hochseefischerei mit immer größer werdenden Netzen. Wenn die riesigen Schleppnetze die Ozeane durchpflügen, gibt es nicht nur für den gewünschten Fangfisch kaum ein Entkommen. Als sogenannte Beifänge gehen in den Netzmaschen wahllos Seevögel, Schildkröten, Schweinswale, Delphine, Haie oder Robben zu Grunde. Nutzlos für die Fangflotten werden die Opfer zurück ins Wasser geworfen. Ein wahrhaft sinnloses Ende.

 

Ein plakatives Bild kann eine Vorstellung von den gigantischen Größen der modernen Schleppnetze vermitteln. In die bis zu 150 x 200 Meter großen Netzöffnungen würde das OZEANEUM spielend hineinpassen und bei einer Länge von 900 Metern ließen sich darin große Teile der Stralsunder Altstadt unterbringen. Weniger wäre in diesem Falle also durchaus mehr. Mehr sinnvolle Fischerei und mehr Überleben für andere Meeresbewohner.


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