Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Ozeaneum

Entdeckung Nr.286

Das Unsichtbare sammeln

Planktonnetze gibt es heute in vielfältigen Formen, die alle dem gleichen Prinzip folgen. Die Verjüngung von der Netzöffnung bis zum Netzende dient dem Auffangen von Zooplankton, den tierischen Bestandteilen der im Wasser schwebenden, mikroskopisch kleinen Organismen. Dafür werden die feinmaschigen Netze von Forschungsschiffen langsam durch das Wasser gezogen, um das Plankton herauszufiltern. Planktonnetze, wie in der Ausstellung Erforschung und Nutzung der Meere im OZEANEUM gezeigt, sind ein einfaches, aber wichtiges Forschungsinstrument, um die Zusammensetzung des Planktons nach Arten, Größe und Anzahl untersuchen zu können. Mithilfe der engen Netzmaschen zwischen 50 und 500 Mikrometer - kleiner als beim Küchensieb - können die winzigen Teilchen aus dem Wasser gefischt werden.

 

Das hat besonders in den Gewässern um die Insel Rügen einen ganz speziellen Nutzen. Diese Ostseebereiche sowie der Greifswalder Bodden spielen eine wichtige Rolle für die Reproduktion des Ostseeherings. Um künftige Bestandszahlen einschätzen zu können, werden in den Laichgebieten zwischen März und Juni regelmäßig Messungen über die Anzahl der Heringslarven durchgeführt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für Fangquoten und Schutzmaßnahmen.

 

Wie bei den Heringen gibt die Erforschung der kleinsten Lebewesen im Wasser wichtige Auskünfte über die Lebensbedingungen in den Ozeanen und ihre Veränderungen. Plankton steht am Anfang der Nahrungskette, dient aber auch den größten Tieren der Weltmeere wie dem Blauwal, Finnwal, Riesenhai oder Walhai als Nahrung. Ihre Fressmethode funktioniert ähnlich dem Planktonnetz. Das Plankton wird aus dem durchströmenden Wasser herausgefiltert.


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!