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Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.287

Gut verborgen in Seegraswiesen und Sandgruben

Zwischen den attraktiven Rochen und anderen großkalibrigen Fischen verbringt der Meerpfau im Mittelmeerbecken des MEERESMUSEUMs ein eher unscheinbares Dasein. Wäre da nicht seine auffällige, überwiegend rot-blaue Färbung, die dann doch die Blicke der Besucher auf sich zieht. Dabei sind bei diesen Lippfischen die Geschlechter sehr gut zu unterscheiden. Das Männchen ist an einem einzigen blauen Querstreifen zu erkennen und nicht ganz so farbenfroh gezeichnet wie die weiblichen Tiere. Diese sind an fünf dieser leuchtenden Bänder geschmückt, die durch ihren intensiven Farbton an Pfauenfedern erinnern. Außerdem trägt „sie“ einen schwarzen Fleck unter der Rückenflosse.    

 

Wie in den mediterranen Gewässern, kommt der Meerpfau auch im Atlantik bei den Azoren, den Kanarischen Inseln und um Madeira vor. Hier durchstreift der Fisch gerne ausgedehnte Seegraswiesen, die in Kürze auch in das Großbecken im MEERESMUSEUM einziehen sollen. Ein idealer Lebensraum für den Dauerschwimmer, der in diesen dicht wachsenden Algenteppichen reichlich Kleintiere als Futter und Schutz vor Fressfeinden findet. 

 

Daneben hat der Meerpfau noch eine andere Taktik entwickelt sich zu verbergen. Zum Schlafen etwa gräbt sich der ausgewachsen rund 25 Zentimeter große Fisch mit schnellen Schlägen seiner Schwanzflossen in den Bodensand ein. Dann ist er auch wieder für die Besucher unsichtbar. Ebenso wie sein Gelege, denn wie andere sogenannte Freilaicher betreibt der Meerpfau keine Brutpflege. Vielmehr schwimmen die Partner ins offene Gewässer und geben dort ihre Keimzellen ab. Die befruchteten Eier treiben dann als Teil des Planktons durch den Ozean.        


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