Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Ozeaneum

Entdeckung Nr.288

Im Meer leben nicht nur Wale

Sie unter „ferner liefen“ zu notieren, scheint den Meeressäugern irgendwie nicht gerecht zu werden. Zu beeindruckend sind die gigantischen Wale oder die kaum überschaubaren Robbenkolonien. Und doch gehören diese faszinierenden Tiere nur zu den „Randerscheinungen“ im Weltmeer, wie eine Tabelle in der Ausstellung zur Erforschung und Nutzung der Meere im OZEANEUM erläutert.  Denn Wirbeltiere machen nur zwei Prozent des Lebensreichtums im Wasser aus. Gleiches lässt sich von den Fischen sagen. Trotz riesiger Fischschwärme und einer schier unendlichen Artenvielfalt stellen die Fische nur zehn Prozent der Arten in den Ozeanen. Das Leben unter Wasser wird vielmehr von eher schmucklosen und unsichtbaren Tierarten dominiert, wie in den über 60 Schaugläsern zu sehen.

 

Der Eindruck, dass die Tier- und Pflanzenwelt der Meere hauptsächlich aus den optisch auffälligen Lebewesen besteht, liegt an unserer Betrachtungsweise. Die Weltmeere, die mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche bedecken, sind nur in der oberen Lichtzone relativ gut erforscht. Der weitaus größte Teil, die Tiefsee, bleibt im Dunkel verborgen. Auch Kleinstlebewesen und Mikroorganismen, die zum Plankton gehören, entgehen meist unserer Aufmerksamkeit. Dabei ist es gerade das unscheinbare Leben - wie etwa kleine Krebstiere, Weichtiere, Ringelwürmer, Stachelhäuter oder Einzeller - das zu mehr als zwei Drittel die Artenvielfalt im Meer prägt.         

 

Diese Erkenntnis wurde in den letzten zehn Jahren durch eine weltweite Artenzählung in den Weltmeeren gefestigt. Es sind nicht die Meeresriesen, die das Leben in den Ozeanen bestimmen, sondern die vielfältige Welt der Mikroben, die selbst unwirtliche Lebensräume in der Tiefsee erobert haben. Sie stellen 50 bis 90 Prozent der Biomasse in den Meeren. 


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!