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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.291

Phlegmatiker und Vielfraß

Also zu den schönsten oder sympathischsten Fischen zählt der Steinfisch unbestritten nicht. Er ist unförmig, manche würden sagen hässlich. Sofern er in der Fels- und Sanddekoration überhaupt wahrzunehmen ist, deren Farbe er sich perfekt anpassen kann. Außerdem ist er ein wahrer Giftzwerg. Der Giftstoff in seinen Rückenflossenstacheln zählt zu den gefährlichsten Tiergiften überhaupt.

 

Darum ist das Steinfischbecken im MEERESMUSEUM hinter den Kulissen auch abgesperrt und mit deutlichen Warnschildern versehen. Für den Ernstfall einer Verletzung der Tierpfleger stehen stets ein Gegenserum und die Rufnummer eines speziellen Notfalldienstes bereit.  

 

Auch sein Jagdverhalten lässt sich nicht unbedingt als attraktiv beschreiben. Zeit seines nicht kurzen Lebens liegt der Lauerjäger bewegungslos und gut getarnt in seinem Versteck und wartet geduldig auf seine Beute. Kommt diese nahe an seinem nach oben gerichteten Maul vorbei, wird sie mit unentrinnbarem Sog hineingezogen - nicht die ganz feine Art.    

 

Gesegnet mit einem gewaltigen Appetit, kann sich der Steinfisch bei seiner Beute schon mal überschätzen. Im schlimmsten Falle ist diese nahezu gleichgroß und der Vielfraß erstickt daran - ein böses Ende für beide.

 

Dass dies nicht nur Aquarianer-Garn ist, beweist auch das schon fünf Jahre alte Exemplar in der Tropenabteilung. Schwimmende Mitbewohner im Steinfischbecken zu halten, ist schwierig. Denn ein - beileibe nicht kleiner - Pinzettfisch verschwand plötzlich über Nacht und wurde nie wieder gesehen. Nun leistet ein Rotfeuerfisch dem Griesgram Gesellschaft. Sein Schutz: er ist ebenso sperrig und giftig wie sein Kumpel.


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