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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.293

Aquakultur - Ausweg oder Teufelskreis?

Obwohl die technische Ausstattung der Fangflotten immer präziser die Fischschwärme orten kann und die Schiffe in immer entferntere Gebiete und Tiefen vordringen, steigt die Menge des gefangenen Fisches seit einigen Jahren nicht mehr.

 

Eine Möglichkeit, die Fischversorgung sicher zu stellen, ist die Aquakultur. Diese - nicht ganz unbedenkliche - Zucht von Fischen und Meeresfrüchten wird im MEERESMUSEUM sowie in der Dauerausstellung Erforschung und Nutzung der Meere im OZEANEUM gezeigt.

 

Für die Zucht werden überwiegend fischfressende Arten in den Netzkäfigen oder Kreislaufanlagen gehalten, die mit Fisch aus dem Wildfang gefüttert werden. In der Regel kommen auf ein Kilogramm Zuchtfisch fünf Kilogramm Wildfang, was die Spirale der Überfischung eher antreibt als herunterschraubt. Hinzu kommen Geschichten aus Fernost oder Norwegen über die Zugabe von Antibiotika, zu hohe Besatzdichten oder die Zerstörung des vorhandenen Ökosystems, die immer wieder Anlass zum Zweifeln geben.

 

Derzeit beschäftigen sich Experten weltweit mit der Lösung dieser Probleme, z.B. mit der Senkung des hohen Futterquotienten. Zugleich entwickelt der WWF ein Zertifikat für nachhaltig gezüchteten Fisch, das ASC (Aquaculture Stewardship Council).

 

Neben der Massenzucht gibt es aber auch ökologische Aquakulturanlagen, einige davon an Deutschlands Küsten. Seit Jahren wird in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein marine Aquakultur in kleinem Stil betrieben, deren Erträge überwiegend auf regionalen Märkten oder in Restaurants angeboten werden. Hier werden neben Fisch und Muscheln auch Algen gezüchtet, die zu Cremes oder Likör verarbeitet werden.


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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