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Montag, 11. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.302

Putzendes Vielauge

Die kleinen Argusfische sind wahre Reinigungskräfte in den Becken des MEERESMUSEUMs. Die Aquarianer setzen sie gern ein, um die Beckendekoration von Glasrosen und anderem Bewuchs zu befreien. Sie säubern bereitwillig alles, was ihnen vor die Münder kommt.

 

Argusfiche leben im küstennahen Brackwasser des tropischen Indopazifik, bisweilen halten sie sich auch im Süßwasser auf. Sowohl die zum Teil extremen Temperaturschwankungen als auch die Veränderung des Salzgehaltes machen ihnen dabei nichts aus. Daher können diese anpassungsfähigen Allesfresser in allen Aquarien des MEERESMUSEUMs gehalten werden. In den Becken werden die Argusfische wie ihre Mitbewohner mit kleinen Krebsen und Plankton gefüttert.

 

Mit ihrem seitlich abgeflachten Körper kommen die Argusfische wie Falterfische daher. Im Laufe der Jahre verändert sich ihre Färbung von silbrig glänzend zu gelb-braun. Ihre dunklen runden Flecken wurden als die Augen des Riesen Argos gedeutet, der an seinem gesamten Körper Augen besaß und so in alle Richtungen gleichzeitig schauen konnte. An den Strahlen der Bauch-, Rücken- und Afterflossen befindet sich ein dünnes Drüsengewebe, welches bei Menschen, die sich an den Flossen stechen, starke Schmerzen hervorruft.

 

Ihr wissenschaftlicher Name lautet übrigens Scatophagidae, was übersetzt so viel wie „Kotfresser“ bedeutet. Diesen weniger schillernden Namen erhielten sie, da sie sich gern in Hafenbecken und Flussmündungen aufhalten, wo Kanalisationsröhren ins Meer führen.


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