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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 05. November 2011

Entdeckung Nr.309

Norwegischer Hummer oder Mittelmeer-Scampi

Vielen Mittelmeerurlaubern ist der Kaisergranat kulinarisch als „Scampi“ bekannt. Diese sehr schmackhaften Hummer gehören zu den Highlights auf jeder mediterranen Speisekarte. Ihr besonderer wirtschaftlicher und gastronomischer Stellenwert hat aber für die zehnfüßigen Großkrebse längst negative Folgen. Die im Erwachsenenalter bis zu 24 Zentimeter großen Tiere sind stark von Überfischung bedroht und erreichen mittlerweile nur noch Größenordnungen von durchschnittlich 15 Zentimetern. Umstritten sind auch die Fangmethoden für den Kaisergranat, weil sie zu einem hohen Anteil an Beifängen führen, teilweise bis zu 50 Prozent. 

 

Auch wenn der Kaisergranat seinen hohen Bekanntheitsgrad vor allem der europäischen Mittelmeerküche verdankt, sein Verbreitungsgebiet ist wesentlich größer. Es reicht von der nordafrikanischen Küste bis hoch in den Nordatlantik zwischen Island und Norwegen. Dort ist er unter anderem als Norwegischer Hummer oder Schlankhummer bekannt. Auch die Bewohner im Hummerbecken im OZEANEUM stammen aus norwegischen Gewässern.

 

Der von Natur aus orange-rot gefärbte Krebs trägt am vorderen Beinpaar lang ausgebildete Scheren. Er lebt in Tiefen zwischen 20 und 800 Metern und verbirgt sich in selbst gegrabenen Gängen, wie im Hummeraquarium gut zu beobachten. Diese verlässt der Allesfresser nur nachts, um im Schlammboden nach Nahrung zu suchen. Eiertragende Weibchen des Kaisergranats findet man praktisch das ganze Jahr über. Die befruchteten Eier werden vor der Ablage im Juni über neun Monate lang getragen.    


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