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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 06. November 2011

Entdeckung Nr.310

Bewegte Geschichte der Hafeninsel

1868 wurde mit dem Aufschütten der Stralsunder Hafeninsel begonnen. Die Erweiterung der Kaianlagen und die Vertiefung des Hafenbeckens bot größeren Schiffen eine Anlegemöglichkeit. Kurz darauf entstanden die großen Speicher für die Lagerung der umgeschlagenen Waren.

 

Ablagerungen und archäologische Fundstücke aus der Baugrube des OZEANEUMs erzählen anschaulich von der Entwicklung der Hansestadt. Die Baugrube war eine reiche Fundgrube an Zeugnissen der wirtschaftlich und politisch bedeutsamen Hansezeit. Dazu zählen außergewöhnlich viele und gut erhaltene Metallobjekte wie z.B. Pilgerzeichen, Tuchplomben, Keramik und Siegelstempel.  

 

Zwischen Ostseeausstellung und dem Aquarienrundgang informiert eine große Vitrine über den archäologischen Untergrund der Hafeninsel. Auf der grafischen Darstellung der Entwicklung vom slawischen Fährdorf bis hin zum Standort des OZEANEUMs ist die vier Meter tiefe Entnahmestelle des Lackprofils eingezeichnet, welches das Zentrum der Vitrine bildet. Die natürliche Schichtfolge zeigt anschaulich, wie sich Klima und Küstenverlauf der Ostsee innerhalb der letzten 20.000 Jahre verändert haben. Im Sommer 2006 legten Archäologen auf der Baustelle des OZEANEUMs ein Schichtprofil frei, welches zunächst getrocknet und dann mit Kunststoffharzen getränkt wurde. Nach dem Aushärten heften die Sand- und Sedimentpartikel an dem Profil an und ein geowissenschaftliches Dokument von eigener Schönheit konnte entnommen werden. Der 4.000 Jahre alte Sand zeigt Reste von Seegras, während die Sandschicht mit Resten von Pfeffermuscheln über 6.000 Jahre alt ist. Die unterste und älteste Schicht zeigt Geschiebelehm mit Sandstein, der ca. 14.000 Jahre alt ist.


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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