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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 10. November 2011

Entdeckung Nr.314

Fette „Pickel“ auf der Haut?

Wale können sich nicht kratzen. Wenn sich also unliebsame Bewohner an ihrer Haut festsetzen, müssen sie diese geduldig ertragen. Vor allem erwachsene und alte Buckelwale sind darum oft großflächig mit Seepocken bewachsen. Diese können - den Ausmaßen ihres Wirtes angemessen - erheblich größer werden als ihre allseits bekannten, auf festem Untergrund lebenden Verwandten. Aber auch andere Wale, vom Grauwal über Nordkaper bis hin zum Blauwal sind für den Besatz mit Seepocken bekannt.

 

Aufmerksamen Besuchern im OZEANEUM werden in der Ausstellung 1:1 - Riesen der Meere am Buckelwal-Modell die weißen Kalkschalen an Flosse und Bauchseite (Kehlfurchen) vielleicht nicht entgehen. Es sind Nachbildungen von Seepocken, die sich an der Walhaut festsetzen. Wie die kleinen, weltweit vorkommenden Seepocken, die sich auf jedem beliebigem festem Gegenstand oder kleinen Wirten ansiedeln, gehören auch die Buckelwal-Seepocken zu den Rankenfußkrebsen. Anders jedoch als bei bewachsenen Muscheln, Schneckengehäusen oder Krabben kann die vulkanförmige Kalkmauer der Gemeinen Seepocke auf der Walhaut erstaunliche Größen erreichen. Nicht selten mit einem Durchmesser bis zu sechs Zentimeter und einer Höhe von vier bis fünf Zentimeter.      

 

Durch die Bewegungen ihres schwimmenden Wirtes ist den Buckelwal-Seepocken eine ständige Umströmung von Wasser garantiert, aus dem sie mit ihren Federfüßchen Planktonanteile fangen. Wale, die sich selbst von Plankton ernähren, sind damit optimale Träger, die sich stets nah an einer reichhaltigen Nahrungsquelle befinden. Die dichte Besiedlung auf der Walhaut sichert die zweigeschlechtliche Vermehrung.    


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