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Samstag, 21. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.32

Wenn Enten auf der Ostsee jodeln

Eisenten lieben – wie der Name verrät – die Kälte. Sie brüten in arktischen Regionen um Island und Grönland, in der sibirischen Tundra, in Kanada und Alaska. Aber auch nach der Brutzeit bleiben sie in nördlichen Breitengraden. So überwintert etwa die gesamte europäische Population von rund 4 Millionen Enten auf der Ostsee. Besonders vor Gotland und an den Außenküsten von Rügen und Hiddensee lassen sich in den Wintermonaten dichte Schwärme von Eisenten entdecken. Der Rückzug in wärmere, oder gar tropische Gefilde, wie bei anderen Zugvögeln, ist den kleinen Meerenten fremd.

 

Als ausgezeichnete Schwimmer und Taucher leben sie die meiste Zeit auf dem Wasser. Zu ihrer bevorzugten Nahrung gehören Muscheln, die sie auch in Tiefen von 30 Metern noch erreichen können. Bevor die Eisenten im April in ihre arktischen Brutgebiete zurückkehren, bieten sie während der Balzzeit ab Februar auf der Ostsee ein lautes und bewegtes Spektakel.

 

Trotz Vorliebe für frostige Temperaturen dürften sich die Eisenten zumindest an ihrer aufgeregten Brautschau erwärmen. Wie Jodeln klingt der lockende Balzruf der werbenden Männchen, der weithin zu hören ist. Dabei strecken diese den Hals und werfen den Kopf weit auf dem Rücken, um der Angebeteten zu imponieren. Ohnehin auffällig durch ihr buntes, leuchtendes Gefieder und langgezogene, spitz zulaufende Schwanzfedern machen die prächtigen Erpel so zusätzlich auf sich aufmerksam. Auch Paradeflüge gehören zum Paarungsritual. Oft stürzen sich gleich mehrere Männchen auf ein Weibchen. Nach erfolgreicher Paarung kommen die Jungen dann im Juni oder Juli in den Sommerquartieren zur Welt.

 


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