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Freitag, 20. Oktober 2017
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Natureum
Entdeckung vom 19. November 2011

Entdeckung Nr.323

Schatzgrube für Seeigel-Sammler

Viele Strandwanderer entlang der Ostseeküste fallen bisweilen durch eine etwas merkwürdige Körperhaltung auf: Den Blick streng nach unten gerichtet, der Rücken gebeugt und immer bereit, sich nach vermeintlichen Schätzen zu bücken. Das können besondere Feuersteine sein, Bernsteinbrocken oder versteinerte Fossilien, wie Muscheln, Donnerkeile und Seeigel. Unter Sammlern sind natürlich besonders erfolgversprechende Strandabschnitte bekannt. Zu diesen oft ergiebigen Fundstätten gehört auch der Bereich des Weststrandes vor dem Leuchtturm. Hier werden immer wieder versteinerte Seeigel an den Strand gespült. Im NATUREUM ist in einer Vitrine eine umfangreiche Sammlung dieser faszinierenden Fossilien zu bewundern. 

 

Wer nach Feuersteinkernen früherer Seeigel Ausschau hält, sollte sich an sternförmig angeordneten Punktreihen orientieren, die sich deutlich vom dunkleren Untergrund der Steinknolle abheben. In der Masse schwarz-weißer Feuersteine, die an der Ostseeküste ganze Strandabschnitte bedecken, ist aber die feine Zeichnung der Seeigel leicht zu übersehen. Darum gehört der Fund dieser meist kreisrunden Versteinerungen stets zu den besonderen Momenten eines Strandsammlers. Und für Urlauber an der Ostseeküste sind solche Mitbringsel ganz außergewöhnliche Erinnerungsstücke.    

  

Wenn der Finder dann nach der Herkunft dieser fossilen Schätze gefragt wird, sollte er wissen, dass die Seeigel direkt aus der Schreibkreide oder aus eiszeitlichen Ablagerungen stammen. Sie sind somit rund 67 Millionen Jahre alt. Aus diesen Schichten herausgewaschen, werden die Versteinerungen vom Meer an die Strände gespült. 

 


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