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Freitag, 20. Oktober 2017
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Sammlungen DMM
Entdeckung vom 22. November 2011

Entdeckung Nr.326

Krabbentaucher - Die Pinguine des Nordens

Dieser kleine Vogel im schwarz-weißen Gefieder ist der kleinste Vertreter der Alkenfamilie, zu der auch der farbenprächtige Papageitaucher zählt. „Frackträger des Nordens“ könnte man diese arktisch verbreiteten Seevögel nennen, die auf der Nordhalbkugel die ökologische Nische der Pinguine einnehmen und ihnen auf den ersten Blick auch in Aussehen und Verhalten ähneln. Genau wie Pinguine sind sie gute Schwimmer und Taucher und erbeuten ihre Nahrung im Meer. Dabei tauchen sie in Tiefen von bis zu drei Meter. Krabbentaucher ernähren sich von kleinen Krebstieren wie Krill, aber auch von Plankton und kleinen Fischen.

 

Anzutreffen ist der küstennah lebende Koloniebrüter von Grönland und Spitzbergen bis nach Russland. Den kurzen Polarsommer verbringen oft mehrere Millionen Tiere gemeinsam in einer Kolonie. Dabei ziehen sie ihre Jungtiere bevorzugt an geschützt liegenden Felsenspalten und Küstenkliffs auf, wo sie vor Räubern sicher sind. Das Weibchen legt ihr Ei in ein karges Nest aus einigen Pflanzenteilen, manchmal direkt auf den nackten Felsen.

 

Die Eltern betreiben intensive Brutpflege und brüten abwechselnd. Während dieser Zeit sind sie sehr standorttreu. In ihren Überwinterungsgebieten im Nordatlantik hingegen streifen die Vögel weit umher, vereinzelt bis auf die hohe See.

 

Ein solcher Ausflügler landete im Oktober 1991 auf dem Forschungsschiff Walther Herwig II im Nordatlantik, östliches Grönland. Die Besatzung brachte das Tier dem Deutschen Meeresmuseum mit, in dessen Sammlung es sich seither befindet. 


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