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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 23. November 2011

Entdeckung Nr.327

Riesensegel für Frachtschiffe

Auch unter den Frachtschiffen auf den Weltmeeren könnte Kitesurfen bald zur Trendsportart werden. Findige Umweltingenieure haben diesen Trick der jungen, dynamischen Surf-Szene abgeschaut. Die Windkraft, die die Sportler zu waghalsigen Manövern über das Wasser und durch die Luft treibt, lässt sich nach bereits ersten positiven Erfahrungen auch in der Schifffahrt sinnvoll nutzen. Hier aber spielt der Funfaktor nur eine untergeordnete Rolle. Für die Reeder hat dieses moderne (zusätzliche) Antriebsystem vor allem eine wirtschaftliche und ökologische Bedeutung. Bei günstigen Winden werden durch die riesigen Zugdrachen, welche Frachtschiffe so voran ziehen, nachweislich erhebliche Energiekosten eingespart. Außerdem würde diese Technologie - weltweit in der Schifffahrt angewandt - eine erhebliche Minderung von Treibhausgasen mit sich bringen. Umgesetzt wiederum einen enormen Imagegewinn als umweltfreundlicher Transportzweig.

 

Erstmals nutze der Schwergutfrachter BELUGA SKYSAILS im Jahr 2008 diese Technik auf einer Atlantikquerung. Das 160 Quadratmeter große Drachensegel in 300 Meter Höhe, wo starke Winde sicher sind, führte auf dieser Überfahrt zu bis zu 15 Prozent Treibstoffeinsparung. Auch der größte deutsche Fischereitrawler, die MAARRTJE THEODORA, setzte das umweltschonende Zugsystem erfolgreich auf einem Fangeinsatz im Pazifik ein. Sollte die Nutzung der Windkraft - wie einst zu Zeiten der Segelschiffe - in der modernen Schifffahrt wieder Schule machen, wäre das von erheblichem Nutzen für Klima und Umwelt.

 

Diese Zusammenhänge thematisiert auch die Ausstellung zur Erforschung und Nutzung der Meere im OZEANEUM. Hier werden nicht nur die Probleme beim weltweiten Transport von Gütern dargestellt, sondern ebenso Lösungsansätze wie mit einem Modell der BELUGA SKYSALES aufgezeigt.   


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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