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Montag, 11. Dezember 2017
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Entdeckung vom 25. November 2011

Entdeckung Nr.329

Zuerst ganz winzig, dann enorm groß

Die Neuseeland-Languste macht im Laufe ihres Lebens eine erstaunliche Entwicklung durch - vom winzigen, kaum sichtbaren Larvenstadium bis hin zu den drittgrößten Exemplaren unter den Krebstieren. Anfänglich gehören die Nachkommen dieser Panzerkrebse zu den kleinsten Lebewesen in den Ozeanen und stehen ganz am Anfang der Nahrungskette. Plankton sichert die Lebensgrundlage für viele Meeresbewohner, darunter kleine Fische, Korallen und Muscheln. Aber auch für Meeresriesen wie Walhai, Manta-Rochen oder Blauwal.

 

Im Vergleich zu ihrem engsten Verwandten, dem Hummer, verfügen Langusten trotz eines sehr ähnlichen Körperbaus nicht über ein ausgeprägtes Scherenpaar. Ihr besonderes Merkmal sind vielmehr die langen, stacheligen Antennen, äußerst empfindliche Sinnesorgane. Sie werden darum auch Stachelhummer genannt. Im ausgewachsenen Stadium wachsen diese Langusten zu erstaunlicher Größe heran. Die Neuseeland- oder Riesenlanguste kann Körpermaße von 60 Zentimeter Länge und ein Gewicht von acht Kilogramm erreichen.  

 

Das Fleisch der prachtvollen Riesen in ihrem muskulösen Schwanzteil gilt als sehr schmackhaft und ist auch wegen seines beachtlichen Gewichtes sehr begehrt. Doch dank strenger Schutzmaßnahmen in den australischen Gewässern haben die Tiere ausreichend Gelegenheit sich zu reproduzieren. Es gibt jahreszeitliche Fangverbote und eiertragende Weibchen werden generell ins Wasser zurückgegeben. 

 

Das Präparat einer Riesenlanguste aus befindet sich in der Sammlung des Deutschen Meeresmuseums und wird für die Vitrine der größten Krebsarten in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere im OZEANEUM vorbereitet.


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