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Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.34

Nur eine Totenmaske als Erinnerung

Man kann sich sehr gut vorstellen, dass See-Elefant Roland zu seiner Zeit ein umschwärmter Publikumsliebling war. Massig und tollpatschig an Land, wendig und elegant im Wasser. Mit einer Länge von 5 Metern und einem Gewicht von über 2 Tonnen faszinierte der mächtige Bulle ganz sicher die großen und kleinen Bewunderer. Fünf Jahre lang, von 1930 bis 1935, lebte Roland I im Berliner Zoo, dann machte er anders Geschichte.     

 

Vom Zootier zum Kunstobjekt, so lässt sich Rolands Weg nach seinem Ableben am besten beschreiben. Denn bewundert wie zu Lebzeiten wurde der See-Elefant auch als präpariertes Museumsexponat. Das ist den damals weltweit bekannten Präparatoren Karl Kaestner und Gerhard Schröder zu verdanken. Am Museum für Naturkunde in Berlin schufen diese beiden eine lebensechte Nachbildung des Bullen, indem sie die gegerbte Haut dem exakt nachmodellierten Tierkörper überzogen. „Dermoplastik“ nannte sich diese neue Methode, bei der das Fell nicht mehr wie früher von innen ausgestopft wird. Heute ist dies gängige Praxis in allen Präparationswerkstätten.

 

Lange jedoch konnte Roland auch so nicht überdauern. 1944 ging er mit der Walhalle des Berliner Naturkundemuseums im Bombenhagel unter. Übrig als Erinnerung blieb allein eine Totenmaske, die nun im Stralsunder MEERESMUSEUM zu sehen ist.        

 

In die Ausstellung kam das seltene Exponat durch den Präparator Hugo Bleil. Dieser war wie seine Berliner Kollegen Mitglied einer Künstlervereinigung, die sich mit Dermoplastiken beschäftigte. Von 1950 bis 1952 arbeitete er in Stralsund als erster Präparator im damals noch naturkundlichen Museum.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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