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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Meeresmuseum
Entdeckung vom 29. November 2011

Entdeckung Nr.333

Im Verband auf Fischjagd

Mit dem Ende der DDR ist auch schnell ihre große Fischereiflotte zur Geschichte geworden. Die Fischerei in großen Verbänden entstand seinerzeit aus der Notwendigkeit, den Fischfang ökonomisch und logistisch sinnvoll zu organisieren. So kam die Flottillenfischerei vor allem dann zum Einsatz, wenn weit entfernte Fangplätze in den Weltmeeren aufgesucht werden sollten. Eine Flotte aus Schiffen mit unterschiedlicher Bestimmung ermöglichte einerseits die reibungslose Versorgung der Fangschiffe mit Personal, Treibstoff und Lebensmitteln und andererseits den unverzüglichen Transport des gefangenen und verarbeiteten Fisches in die Heimat. Die Fangschiffe konnten sich so unvermindert und über eine längere Zeit auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren.      

 

Die Entstehung der Flottillenfischerei war auch eine Folge einer weltweit stark national geprägten Fischereipolitik. Die starke Konkurrenz auf den Weltmeeren bewog in den 1970er Jahren die Küstenstaaten, ihre Fischereizone von einst 12 auf 200 Seemeilen auszuweiten. Fischerei in den traditionell fischreichen Fanggebieten in den Schelfgebieten der Atlantikküste war somit nur noch mit teuren Fanglizenzen möglich. Das erhöhte den Zwang, Fang, Produktion und Transport rationeller zu gestalten.    

 

So erfolgte die Fischverarbeitung oftmals direkt vor Ort und unmittelbar nach dem Fang. Wie im MEERESMUSEUM zur Geschichte der Fischerei dargestellt, wurde dafür in der DDR eigens ein spezieller Schiffstyp gebaut, der Atlantik Supertrawler. Der Abtransport von Frischfisch und Fischprodukten erfolgte dann unabhängig von der Fangflotte durch Transportschiffe.    


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