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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 01. Dezember 2011

Entdeckung Nr.335

Attraktiver Wasservogel und ungeliebter Fischräuber

Die Kormoran-Kolonien an der vorpommerschen Ostseeküste gehören für Vogelfreunde zu den besonderen Attraktionen. In den typischen kahlen und weißen Baumkronen einer Kolonie sind oft mehrere tausend Vögel versammelt. Besonders in der Balz- und Brutzeit herrscht in den Nestern ein reger Betrieb und laute Vogelrufe künden schon von Weitem die dicht besiedelten Brut- und Rastplätze an.

 

Auch auf den Boddengewässern prägen die Kormorane das Landschaftsbild, wenn sie mit weit ausgebreiteten Flügeln auf Buhnen, Hafenpollern oder Netzstangen ihr Federkleid trocknen. Wegen ihres tiefschwarzen Gefieders werden sie im Volksmund auch „Seeraben“ oder „Meerraben“ genannt. In den 1980er Jahren galten Kormorane in Deutschland als nahezu ausgestorben. Durch konsequente Schutzmaßnahmen haben sich die Bestände heute aber wieder erholt und der Kormoran ist überall dort, wo es ausreichend Wasser gibt, zahlreich vertreten. Weltweit gibt es bis zu 40 Arten.

 

Als geschickte Fischjäger wird der Wasservogel hierzulande vor allem in der Fischwirtschaft als ernsthaftes Problem gesehen. Bei massenhaftem Auftreten können die Kormorane die Fischbestände vor allem in Zuchtteichen durchaus massiv beeinflussen. Über ihr Fressverhalten aber gibt es gegenwärtig zwischen Anglern und Fischer sowie Naturschützern und Vogelkundlern tiefgehende Meinungsverschiedenheiten. Während eine Seite Abschussquoten und Reduzierung fordert, plädieren die andere für Beibehaltung des Schutzstatus’ und erwarten eine natürliche Regulierung der Bestände.


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