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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Meeresmuseum
Entdeckung vom 02. Dezember 2011

Entdeckung Nr.336

Versteinerte Blitze aus dem Meer

Strandspaziergänger kennen sie gut, die länglichen, braunen Donnerkeile, die am Strand gern als Erinnerung an das Meer gesammelt werden. Dabei handelt es sich um die fossilisierten Überreste des Innenskeletts von Belemniten, einer Gruppe ausgestorbener Kopffüßer, die äußerlich den heutigen Kalmaren ähneln. Doch Donnerkeile sind nicht nur am Meer sondern auch im BinnenIand zu finden.

 

Das kegelförmige, kalkige Innenskelett, auch Rostrum genannt, besteht aus Kalkschichten, die mit dem Wachstum des Belemniten Schicht um Schicht angelagert wurden. Für Forscher ist das Rostrum sehr aufschlussreich, da es die zeitliche Einordnung von Gesteinsschichten ermöglicht. Sie sind in Sedimenten von vor etwa 358 bis 65 Millionen Jahren zu finden. Anhand von Belemniten lassen sich die damaligen Temperaturverhältnisse ermitteln. Sie werden deshalb auch als „fossile Thermometer“ bezeichnet. Bestimmte Sauerstoffisotope sind abhängig von der Temperatur an der Bildung von Kalk beteiligt. Eines der Kalkminerale, Kalzit, ist der Stoff, aus dem die Belemniten ihr Innenskelett bildeten. Damit können Forscher anhand der Isotopenanalyse herausfinden, welche Temperatur zu Lebzeiten der Belemniten in den Meeren herrschte.

 

Belemniten galten früher als Zaubersteine mit heilender Wirkung und wurden als Hausmittel gegen vielerlei Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Nierenleiden verwendet.  Auch heute noch werden sie in einigen Ländern als Fruchtbarkeitsspender eingesetzt. Im MEERESMUSEUM werden die Donnerkeile samt der Nachbildung eines Belemniten gezeigt.


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