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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.35

Wenn Winzlinge zu Riesen werden

Plankton, die kleinsten der kleinen Lebewesen im Meer, sichtbar machen zu können, gelingt nur durch einen meisterhaften Trick. In natürlicher Größe sind diese pflanzlichen oder tierischen Organismen für das menschliche Auge schlicht nicht wahrnehmbar. Schon ein einziger Wassertropfen kann Tausende davon enthalten. In der Ostsee-Ausstellung des OZEANEUMs haben die Gestalter darum eine schwebende Planktonwolke in zigfacher Vergrößerung dargestellt. Das Licht durchflutete Kunstwerk vermittelt den Eindruck, als bewege sich der Betrachter selbst im Freiwasser des Meeres.   

 

Nur so können die Besucher nachvollziehen, welche Vielfalt an Lebewesen und Formen dort existiert. Dieser Mikrokosmos erscheint wie ein wirres Durcheinander und ist doch ein sinnvolles Gemisch, das am Anfang der Nahrungskette steht und vielen anderen Meerestieren die Existenz ermöglicht. Sogar die größten Bewohner der Ozeane wie Bartenwale, Riesenhaie oder Teufelsrochen sind Planktonfresser.

 

Wie durch eine gigantische Lupe gibt diese Installation über den Köpfen Eindrücke über das Aussehen einzelner Organismen. So etwa die durchscheinenden Fischlarven, wuselnden Minikrebse, beweglichen und starren Algen oder auch Muschellarven. Eine Besonderheit ist die 25-fach vergrößerte Rippenqualle, mit ihren überlangen Tentakeln.

 

Mikroskopisch klein und entsprechend leicht, treibt das Plankton mit der Meeresströmung. Die pflanzlichen Anteile bevorzugen dabei die oberen, Licht durchfluteten Wasserschichten. Das tierische Plankton dagegen steigt zumeist erst in der Dunkelheit auf, um sich von den pflanzlichen Organismen zu ernähren. Dieses ständige Auf und Ab gehört zu den größten Wanderbewegungen auf der Erde.         

 


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