Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum
Entdeckung vom 10. Dezember 2011

Entdeckung Nr.344

Die Laterne der Seeigel

Seeigel gehören sicherlich zu den am auffälligsten bewaffneten Tieren des Meeres. Viele Arten, wie die Diademseeigel und die Essbaren Seeigel aus dem MEERESMUSEUM und dem OZEANEUM, sind mit unzähligen nadelspitzen Stacheln gerüstet. Andere hingegen, wie zum Beispiel der Imperator Lanzenseeigel, verbirgt sich unter nur wenigen, dafür besonders dicken Stacheln. Diesen Panzer tragen die Tiere aber nur zur passiven Gegenwehr.

 

Bei genauerem Hinsehen entdeckt man zwischen den Kalkstacheln unermüdliche, bewegliche Ärmchen. Sie gehören zu den wichtigsten Werkzeugen des Seeigels. Die Greifarme reinigen den Seeigel von Sandkörnern und Algenbewuchs. Manche Arme sind mit giftigen Zangen bestückt. Wird der Seeigel von Krabben, Seesterne oder Fischen angegriffen, injiziert er damit ein blutzersetzendes Sekret in den Feind.

 

Seeigel selbst weiden festsitzende Algen und Tiere von Felsen ab. Auf ihren Saugfüßchen können sie bei der Nahrungssuche mehrere Meter zurücklegen. Das Maul befindet sich auf der Körperunterseite und ist nur sichtbar, wenn ein Seeigel an der Aquariumsscheibe entlang klettert. Dann sind die äußersten Spitzen der fünf meißelförmigen Zähne zu erkennen. Im Innern der kalkigen Skeletthülle sitzt der weitaus größere Teil des einzigartigen Kauapparates. Die Zähne wachsen wegen der großen Abnutzung beim Felsenabraspeln ein Leben lang nach. Das Seeigelgebiss erinnerte den griechischen Universalgelehrten Aristoteles an eine Laterne, weshalb es noch heute diesen Namen trägt.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!