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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Entdeckung vom 11. Dezember 2011

Entdeckung Nr.345

Weit weg von den Alpen

Seine deutsche Bezeichnung ist etwas verwirrend. Denn irgendwie legt der Alpenstrandläufer einen Zusammenhang mit dem großen mitteleuropäischen Gebirge nahe, das er im Namen trägt. Nun verfügen die Alpen aber über äußerst wenig Strandflächen und diese wiederum über wenig Gebirgsnähe. Die schnepfenartigen Vögel kümmert der Widerspruch in ihrem Namen allerdings wenig. Sie sind im Sommer in nördlichen, arktisnahen Breiten zu Hause und in den Feuchtgebieten an Nord- und Ostsee häufige Wintergäste. Mit den Alpen haben sie rein gar nichts zu tun.  

 

Die nordische, eisnahe - also dem hohen Alpengebirge ähnliche - Herkunft der Tiere hat vermutlich zu der missverständlichen Namensgebung geführt. Ihre wissenschaftliche Artbezeichnung lautet Calidris alpina. Der Alpenstrandläufer ist aber eindeutig ein Meeresvogel. An der Ostseeküste sucht er im Winter auch die geschützte Windwatten vor den Inseln Hiddensee und Bock auf. Flache, vegetationsarme Feuchtgebiete gehören zu den bevorzugten Lebensbereichen der Alpenstrandläufer. Dort können sie mit ihrem langen Schnabel leicht Insektenlarven, Schnecken, Würmer oder kleine Krebstiere aus dem Wasser oder Schlamm picken. Im bräunlichen Prachtkleid mit dem schwarzen Bauchfleck sind sie eindeutig zu erkennen und lassen sich gut von anderen Strandläuferarten unterscheiden.

 

Nur etwa ein Viertel ihres Lebens verbringen Alpenstrandläufer in den Brutgebieten der Tundrazonen rund um den Noprdpol, zum Beispiel in Sibirien. Die meiste Zeit vergeht durch die langen Reisen auf dem Vogelzug und während des Aufenthaltes an den mitteleuropäischen Winterplätzen.


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