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Freitag, 20. Oktober 2017
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Meeresmuseum
Entdeckung vom 13. Dezember 2011

Entdeckung Nr.347

Fischfang trotz Eis und Schnee

Wenn in harten Wintern eine dicke Eisdecke die vorpommerschen Bodden bedeckt, ist Fischfang mit herkömmlichen Fischerbooten und Reusen nicht mehr möglich. Doch auch bei solch ungünstigen Bedingungen wollten die Küstenfischer nicht auf ihr Handwerk und die Versorgung der Menschen mit Fisch verzichten. So wurden spezielle Fangmethoden und Hilfsmittel für die Eisfischerei ersonnen, die auch in langen Eiswintern frischen Fisch auf den Speiseplan brachte.    

 

Dann gingen die Fischer vergangener Tage - wie auch heute noch vereinzelt - mit Eisschlitten, Stellnetz und Angel aufs Eis. Gefangen wurden dabei hauptsächlich Hecht, Zander, Plötz und Blei. Natürlich war der Fangerfolg weitaus weniger ertragreich als im Sommer und der Aufwand erheblich größer.

 

Ein unverzichtbares Zubehör in der Eisfischerei ist die Eisaxt. Bei einer tragfähigen Eisdecke von etwa 10 Zentimeter Dicke werden damit die nötigen Öffnungen für die Fangeräte ins Eis geschlagen. Für die Zugnetzfischerei waren es sogar bis zu 30 Eislöcher. Mit Hilfe geeigneter Werkzeuge wurde das Zugnetz dann von Loch zu Loch durch das Wasser gezogen. Stellnetze dagegen verblieben über Nacht im Wasser und wurden erst am nächsten Tag auf Fangergebnisse geprüft.

 

Eine andere, ungewöhnliche Fangmethode war die Klapperfischerei. Wo sonst eher Stille beim Fischen vorherrscht, spielt hier Lärm eine besondere Rolle. Denn der Fischer schlug hierbei mit zwei Hämmern auf eine lange Buchenbohle, die ein Stück aus dem Eisloch herausragte. Die durch den Lärm angelockten Zander konnten so mit einem Stellnetz unter dem Loch gefangen werden.        


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