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Samstag, 21. Oktober 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 14. Dezember 2011

Entdeckung Nr.348

Klein aber oho

Mit knapp 2000 Arten sind Grundeln die artenreichste Gruppe der Meeresfische. Einige Grundeln sind aktive Schwimmer, wie die Schwimmgrundel im Ostseeaquarium des OZEANEUMs. Die meisten Arten jedoch halten sich in Ermangelung einer Schwimmblase auf dem Meeresboden auf oder sind mithilfe ihrer zu einer Saugscheibe verwachsenen Bauchflossen an eine harte Oberfläche gehaftet.

 

Die manchmal nur ein Zentimeter großen Fische sind aufgrund ihrer farblichen Anpassung an ihren Lebensraum oft nur sehr schwer zu entdecken. Auch ihre bunten Artgenossen sind nur von geduldigen Beobachtern auszumachen, da sie sich gern in Höhlen oder Korallen zurückziehen. Doch das Ausharren vor dem Becken lohnt sich, denn diese kleinen Fische legen ein interessantes Verhalten an den Tag.

 

Viele Grundeln pflegen enge Lebensgemeinschaften mit anderen Tieren. Die Wächtergrundel in Becken 32 im MEERESMUSEUM zum Beispiel lebt in Symbiose mit dem Knallkrebs. Während der Krebs eine Höhle gräbt, sitzt die Grundel vor dem Eingang und warnt ihn vor Feinden. Im Gegenzug kann die Grundel die von dem Knallkrebs gegrabenen Sandröhren als Rückzugsort nutzen. Die Putzergrundeln wiederum unterhalten eine Putzstation, die von größeren Fischen zur Säuberung aufgesucht wird und die bekannten Schlammspringer können sogar zeitweise außerhalb des Wassers leben. Andere Arten wiederum fallen durch besondere körperliche Merkmale auf. So beispielsweise die Feuerschwertgrundel, die ihre Rückenflosse wie ein Schwert aufstellen kann.


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