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Montag, 11. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.36

Gefährliche Schönheit

Die auffällig gefärbten Rotfeuerfische - im bunten Riff damit gut getarnt - zählen zu den attraktivsten Fischen im Tropenaquarium des Meeresmuseums. Die vorderen Flossenstrahlen auf dem Rücken enthalten ein Gift, das mit dem einer Kobra vergleichbar ist. Dem Betrachter vor der Scheibe schickt dieses Wissen wohlige Schauer über den Rücken, doch bei der Haltung der Fische ist äußerste Vorsicht geboten.

 

Die Giftstachel dienen zur Verteidigung, nicht zur Jagd. Wenn die dämmerungs- und nachtaktiven Rotfeuerfische im freien Meer am Riff auf Beute aus sind, bilden sie mit ihren großen, flügelähnlichen Brustflossen eine Art Netz. So drängen sie kleinere Fische oder Krebse in Nischen oder Höhlen, um sie dann blitzschnell einzusaugen. Im Aquarium holen sich die Rotfeuerfische inzwischen ihr Futter oben am Beckenrand ab. Hungrig strecken sie den Tierpflegern das weit geöffnete Maul entgegen.

 

Rotfeuerfische werden weder gegenüber Tauchern, noch gegenüber ihren Tierpflegern aggressiv. Sie wirken sogar ein wenig zutraulich. Doch es ist ein starkes Gift, welches sich unter einer dünnen Haut an den Rückenstacheln befindet. Wie schmerzhaft ein Kontakt damit ist, kann Harald Lüdtke vom Meeresmuseum aus eigener, leidvoller Erfahrung bestätigen. Beim Füttern der Fische übersah er einmal die aus dem Wasser ragenden Stacheln und berührte sie mit dem Unterarm. Er musste sofort in der Notaufnahme behandelt werden. Nachdem die Schmerzen und eine wochenlange Verfärbung des Armes abgeklungen waren,  behielt er zum Glück keine bleibenden Schäden zurück.


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