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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Sammlungen DMM
Entdeckung vom 17. Dezember 2011

Entdeckung Nr.351

Geschmückte Tänzer in der Arena

Kampfläufer gehören an der Ostseeküste im Herbst und Frühjahr wohl zu den interessantesten Durchzugsgästen auf dem Weg in den Süden oder zurück in die nördlichen Breiten. Der schnepfenartige Vogel mit den langen Beinen hat seine Brutgebiete in ganz Nordeuropa bis hin in die sibirische Taiga und Tundra. Wenige Brutpaare sind auch in heimischen Regionen anzutreffen. Der Vogelzug in die Winterquartiere führt die Kampfläufer bis nach Zentralafrika. Viele dieser Vögel rasten dann zwischenzeitlich auch an der vorpommerschen Küste und auf der Vogelinsel Kirr im Barther Bodden.     

 

Auffällig am Kampfläufer ist unter anderem das bunte Prachtfederkleid der Männchen zur Paarungszeit mit Schmuckfedern und dem sogenannten Kragen. Zumeist in den Brutgebieten, aber auch während der Rast tragen die älteren Männchen ein ungewöhnliches Werbungsritual aus, das als „Arena-Balzverhalten“ bezeichnet wird. Auf einer rund einen Quadratmeter großen Schlamm- oder Wiesenfläche treten die männlichen Tiere hoch aufgerichtet mit aufgeplusterten Federn zum Balztanz an und versuchen den interessierten Weibchen zu imponieren. Auf den dominantesten Tänzer fällt dann meist die Wahl zur Paarung. Traditionell werden jährlich dieselben Arenen benutzt.

 

In der Ostseeausstellung des OZEANEUMs werden Kampfläufer in ihrer natürlichen Umgebung gezeigt. Auch in der Sammlung des Deutschen Meeresmuseums befindet sich ein Vertreter dieser Art: ein kleines Küken, dass 1988 auf der Insel Kirr gefunden wurde.


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