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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 18. Dezember 2011

Entdeckung Nr.352

Wie kommt der Fisch ins Huhn?

Was haben ein knusprig gebratenes Schnitzel, ein leckerer Hähnchenschenkel und ein rosarotes Lachsfilet gemein? Außer, dass alles äußerst schmackhaft geraten kann, wenn richtig zubereitet, lässt sich in all diesen Gerichten womöglich Fischmehl finden. Dieses wird zumeist aus Sardellen hergestellt und spielt heute in der Fleisch- und Fischzucht eine enorme Rolle.   

 

Rund 7,5 Millionen Tonnen oder fast 10 Prozent aller Anlandungen weltweit bestehen aus diesem kleinen Heringsfisch. Hierzulande auch als Anchovis bekannt und beliebt, finden die wenigsten Sardellen aber den Weg auf den Teller. Der weitaus größte Teil der gefangenen Fische wird zu Fischmehl und Fischfutter verarbeitet. Ein widersinniger Raubbau der Meere, denn um ein Kilogramm Zuchtfisch zu gewinnen, werden zwei Kilogramm Sardellen verfüttert.

 

Anfänglich galten Aquakulturen, die Aufzucht und Produktion von Meerestieren in künstlicher Umgebung, noch als ein sinnvoller Ausweg aus der drohenden Überfischung der Ozeane. Angesichts aktueller Fangzahlen - rund 80 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr oder 2,5 Tonnen Fisch pro Sekunde - ist die Suche nach möglichen Alternativen zwingend angebracht. Doch die angeblich ökologisch gewonnenen Speisefische - wie auch die asiatischen Krabbenzuchten - tragen bislang meist durch den hohen Futterbedarf erheblich zur Überfischung bei.

 

Zwei Vitrinen in der Ausstellung zur Erforschung und Nutzung der Meere im OZEANEUM, die in Zusammenarbeit mit dem WWF entstanden sind, beleuchten diese verhängnisvolle Wechselbeziehung.      

 


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