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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Meeresmuseum
Entdeckung vom 21. Dezember 2011

Entdeckung Nr.355

Schweinswalforschung mit viel Technik

In Forscherkreisen gilt das Wissenschaftlerteam des Deutschen Meeresmuseums als einer der Vorreiter in der Nutzung von Schweinswal-Klickdetektoren. Diese erfassen die zur Orientierung, Kommunikation und zum Beutefang von den Schweinswalen ausgesendeten Klicklaute und ermöglichen es so, Informationen über Verbreitung und Vorkommen des Schweinswales zu sammeln.

 

In einem neuen Projekt werden jetzt verschiedene Klickdetektoren genau untersucht, um trotz Einsatz verschiedener Geräte zu vergleichbaren Ergebnissen zu kommen.

 

Dazu werden die Geräte in einem großen Tank aus verschiedenen Richtungen mit den Klicklauten der Schweinswale beschallt. So kann die Sensitivität eines jeden Gerätes ermittelt werden, ähnlich der Hörschwellenbestimmung bei Menschen. Auch werden die Geräte auf See von einem Boot aus mit einem Unterwasserlautsprecher beschallt. Dadurch werden die im Kalibrierungstank gewonnenen Informationen unter fast realen Bedingungen im Meer überprüft. In einem weiteren Schritt werden die verschiedenen Geräte dann für einige Monate zusammen an einer Stelle in der Ostsee ausgebracht, um diese direkt unter natürlichen Bedingungen miteinander zu vergleichen.

 

Momentan hat das Deutsche Meeresmuseum in der deutschen Ostsee 27 Schweinswal-Klickdetektoren ausgebracht, welche das ganze Jahr Daten über die Schweinswalverbreitung sammeln. Diese Daten sollen, zusammen mit Sichtungen von Seglern und mit Zählungen aus der Luft, ein möglichst genaues Bild des Schweinswalvorkommens in der Ostsee ergeben und eine Abschätzung der Populationsgröße ermöglichen.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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