Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Mittwoch, 22. November 2017
365-Entdeckungen Startseite
Ozeaneum
Entdeckung vom 30. Dezember 2011

Entdeckung Nr.364

Seltsame Schlangensterne aus der Tiefe

Ihr Name ist so ungewöhnlich wie ihr Aussehen. Mit den feingliedrigen Verästelungen der Fangarme gehören Gorgonenhäupter zu den sogenannten Schlangenseesternen, die häufig auf anderen Korallen, den sogenannten Gorgonien oder auch Hornkorallen, sitzen. Gleichzeitig erinnert ihr Name auch an drei geflügelte weibliche Schreckensgestalten mit Schlangenhaaren aus der altgriechischen Mythologie, die Gorgonen. Ähnlich wie deren sich ständig windender Kopfschmuck ist auch das Gorgonenhaupt mit seinen langen, weitverzweigten schlängelnden Fangarmen ständig auf Nahrungssuche. Der Stachelhäuter ist beweglich und sucht seinen Platz in Wasserbereichen mit Strömungen, aus denen er, wie sein festsitzender Wirt, kleine Planktonteile fischt.

 

 Zu sehen sind diese ungewöhnlichen Tiere aus 350 Metern Tiefe im Steinkorallen-Becken im OZEANEUM. Das sanfte bläuliche Licht im Aquarium simuliert die lichtarmen Tiefseebereiche, aus denen die Schlangensterne geborgen wurden. Das blaue Lichtspektrum verhindert auch schädliches Algenwachstum, gegen das die Tiere der Tiefsee keine Abwehr kennen. Bei anderen Lichtverhältnissen wären sie dicht mit Algen bewachsen.     

 

Die noch jungen Schlangensterne erreichen in der Natur einen wesentlich größeren Umfang bis 1,5 Meter. Die Aquarianer im OZEANEUM sind gespannt auf den Fortgang des künftigen Wachstums, weil es bislang in Aquarien nur wenig Erfahrungen mit der Haltung von Gorgonenhäuptern gibt.

 


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!