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Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.37

Alles fließt – nur nicht immer wohin es soll

Nichts stand 1981 einer Einweihung pünktlich zum 25jährigen Betriebsjubiläum des damaligen Direktors Dr. Sonnfried Streicher im Wege: Der fertig montierten Wandinstallation „Panta Rhei – Alles fließt“ musste nur noch über Schläuche die Mischung aus Wasser und Glycerin zugeführt werden. Das Befüllen würde einige Zeit in Anspruch nehmen und so gingen Gestalter Roland Heppert und der damalige technische Leiter Günter Füssel eine Tasse Kaffee trinken. Beide waren hochzufrieden mit ihrem neuen Werk. Die Kunstinstallation würde ab dem nächsten Tag als ein spielerisches, auflockerndes Element die Dynamik des Meeres wiedergeben.

 

Ihre ganz persönliche, handfeste Lektion im philosophischen Konzept vom Werden und Vergehen erwartete die Museumsmacher bei ihrer Rückkehr. Die gesamte Wand lag in Scherben auf dem Boden und der Eingangsbereich des Meeresmuseums stand unter Wasser. Offenbar waren die beiden Glasscheiben an zu wenigen Punkten miteinander verklebt, hatten dem Druck des einfließenden Gemisches aus Wasser und Glycerin nicht standgehalten und waren auseinander gebrochen. Die für den nächsten Tag geplante Eröffnung war im wahrsten Sinne des Wortes geplatzt und die Panne wurde mit einem großen Laken verborgen.

 

Heute können beide über die Geschichte lachen. Grund zur Besorgnis besteht übrigens nicht: die jetzige Konstruktion ist stärker und verfügt über ausreichend Klebepunkte. Für den Besucher strömt seit 30 Jahren von unten in die Wand zugeführte Luft in Blasen nach oben und bildet im Wasser einzigartige florale Muster.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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