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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.41

Ein Salzbrocken für das Meeresmuseum

Meerwasser ist salzig. In den Weltmeeren sind in jedem Liter Wasser 36 Gramm Salz gelöst. Das sollte beim Aufbau der Ausstellung „Meereskunde“ im Erdgeschoss der Katharinenhalle 1981 in besonders anschaulicher Weise dargestellt werden. Deshalb wurde als Maß nicht ein Liter, sondern ein Kubikmeter gewählt. In diesen 1000 Litern sind tatsächlich 36 Kilogramm Salz gelöst. In einem Kubikmeter-Glaskubus war also eine solche Salzmenge zu präsentieren – in möglichst eindrucksvoller Weise. Einfach Salz anzuhäufen, erschien zu simpel. Ein besonderer Salzbrocken sollte es unbedingt sein.

 

Der Weg des Museumsgeologen führte schließlich ins Steinsalzwerk Bernburg unweit von Halle. In diesem Bergwerk baut man in 800 Meter Tiefe Steinsalz ab, das auch zu Speisesalz verarbeitet wird. „Den Brocken solltest du dir aber selbst unter Tage aussuchen“ – so der Betriebsgeologe. Also Seilfahrt hinab, auf offenem LKW kilometerweit durch ausgedehnte Stollen bis zum Abbau: Ein gigantischer Hohlraum, in dem gewaltige Radlader das losgesprengte Salz in große Kipper luden – wunderbar reines, klares, grobkristallines Steinsalz, entstanden vor rund 250 Millionen Jahren im Zechsteimeer.  Ein geeigneter Brocken, ein echtes „Museumsstück“ war bald ausgewählt. Da natürlich unter Tage eine Waage fehlte, fiel es etwas groß aus. Als das Exponat, in einer großen Holzkiste verpackt, schließlich nach Wochen in Stralsund eintraf, musste es noch so lange „formatiert“ werden, bis es exakt 36 Kilogramm wog. So steht es noch heute in dem sich langsam drehenden Glaskubus – für manche Besucher ein echtes „Aha-Erlebnis“: So viel Salz enthält das Meerwasser!


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