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Samstag, 21. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.42

Wie kommt der Dorsch ins Aquarium?

Der Dorsch ist einer der bekanntesten Ostseefische und damit fast schon ein Klassiker im Ostseeaquarium des OZEANEUMs. Diese Tatsache war jedoch keine Hilfe für die Beschaffung lebender Exemplare für das Kreidefelsen-Becken. Die mit der Dorsch-Fangfahrt verbundenen Schwierigkeiten werden Museumsmitarbeiter Rolf Wilsch und seinem damaligen Kollegen sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Mehr in der Nacht als im Morgengrauen trafen sich die beiden mit einem Fischer in Sassnitz, um auf die zweitägige Fahrt zu gehen. Schon kurz nach dem Ablegen wurde der Seegang immer stärker und auf dem offenen Meer gerieten die sonst stets seetauglichen Museumsmitarbeiter in arge Schwierigkeiten. Der Wellengang machte beiden so schwer zu schaffen, dass sie abwechselnd von heftigen  Anfällen der Seekrankheit erfasst wurden. Trotzdem schafften sie es, die lebend gefangenen Dorsche unversehrt in den Hafen zu bringen.

 

Seit ihrer Ankunft im Jahr 2008, haben die stets hungrigen Dorsche ihre Größe bereits verdreifacht. Ihre Gefräßigkeit ging sogar soweit, dass ihre Mitbewohner, die Hornhechte, separat gefüttert werden mussten. Eine Zeitlang geschah dies, indem die Dorsche ihre Nahrung in Eisbomben serviert bekamen. Während sie also damit beschäftigt waren, häppchenweise an ihr Futter zu gelangen, hatten die Hornhechte ausreichend Zeit, um die für sie vorgesehene Nahrung an der Wasseroberfläche zu fressen. Mittlerweile hat sich die Futteraufteilung gut eingespielt und der Frieden in der Wohngemeinschaft ist wieder hergestellt.

 

 


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