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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.43

Ein Klassiker des Bootsbaus und mehrere Tausend Jahre alt

In der Ausstellung des MEERESMUSEUMs zur Geschichte der Fischerei finden sich auch interessante Zeugnisse über die frühen Anfänge des Fischfangs. Ein besonderes Schaustück ist dort ein circa 2000 Jahre alter Einbaum. Dieser wurde seinerzeit aus einer Eiche gefertigt und konnte 2002 aus einem Moor an der Vorpommerschen Ostseeküste geborgen werden.

 

Einbäume sind Klassiker des frühgeschichtlichen Bootsbaus. Nachfahren oder vergleichbare Formen der „Boote aus einem Stück“ sind auch heute noch bei Fischern in Afrika, Südamerika oder Asien in Gebrauch. Charakteristisch ist allen ein Bootskörper, der komplett aus einem Baumstamm gewonnen wurde. Manche darunter haben herausgearbeitet Querbänke oder zur Verbesserung der Stabilität ein oder zwei Ausleger.   

 

Wir wissen nicht, wann und wie das erste Einbaumboot entstand. Doch archäologische Funde in Stralsund können belegen, dass bereits vor 7000 oder 6000 Jahren Menschen am Strelasund derartige Boote nutzten. Die gefundenen Fragmente gelten damit als älteste Zeugnisse von Fischerei- und Transportfahrzeugen in Vorpommern.

 

Gewonnen werden Einbäume durch schwelendes Feuer zum Aushöhlen von Baumstämmen oder entsprechende Werkzeuge. Zum Bau der steinzeitlichen Boote dienten Steinbeile oder später Dexel genannte Querbeile. Die Erfindung der nahtlosen, wasserdichten Rumpfboote garantierte auf dem Wasser einen höheren Grad an Sicherheit. Selbst auf dem offenen Ozean beweisen diese weltweit verbreiteten Bootstypen ihre Seetüchtigkeit.     


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