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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.44

Ein schlagkräftiger Geselle: der Fuchshai

Der Fuchs gilt gemeinhin als schlauer und einfallsreicher Jäger. Ohne dass der Name davon abgeleitet wäre, kann der Fuchshai mit seiner ausgefallenen Jagdmethode an Raffinesse durchaus mithalten. Wie am Exemplar in der Haivitrine im MEERESMUSEUM deutlich zu erkennen ist, hat dieser bis zu 6 Meter große Hai eine ungewöhnlich lange, ausgeprägte Schwanzflosse. Diese kann fast die Hälfte der gesamten Körperlänge ausmachen. Für den Fuchshai wird diese auch als spezielles Jagdinstrument genutzt, weshalb das Tier aus dem Englischen übersetzt auch Drescher-Hai genannt wird.

 

Bevorzugte Beute dieser Haiart sind Heringe, Sardinen und andere kleinere Schwarmfische. Im Stralsunder Exemplar wurden bei seiner Anlieferung 1968 im MEERESMUSEUM 32 große Heringe als Mageninhalt gefunden. Ein Jäger mit beachtlichem Appetit also. Wie Fischer und Meeresforscher beobachten konnten, überholt der schnelle Schwimmer Fischschwärme, um Einzeltiere dann mit einem Schlag seiner kräftigen Schwanzflosse zu betäuben oder zu töten. Die getroffenen Opfer lassen sich dann bequem fressen. Das relativ kleine Maul mit spitzen Zähnen reicht dafür vollkommen aus. Für den Menschen gilt der Fuchshai allgemein als ungefährlich, weil er eher scheu als angriffslustig ist. Bekannt sind diese Tiere auch durch ihre spektakulären Sprünge aus dem Wasser.  

 

Der ausgestellte Fuchshai ist ein Beifang und Mitbringsel Stralsunder Fischer in der St. Georges Bank vor der nördlichen Atlantikküste der USA. Das 4,20 Meter lange und 226 Kilogramm schwere Tier wurde von den Präparatoren des Museums für die Ausstellung fertig gestellt.     


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