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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Natureum

Entdeckung Nr.47

Ölandstein im NATUREUM

Für die Ausstellung „Ostseeküsten“ im NATUREUM war vorgesehen, ein besonderes Original, ein repräsentatives Stück eines der interessantesten Küsten-Gesteine unserer Ostsee auszustellen: eine Kalksteinplatte mit ungewöhnlich großen Fossilien, Kopffüßern – Orthocerenkalk oder „Ölandstein“ aus Schweden.

 

Im Steinbruch von Sandvig auf Öland fand man davon im Frühjahr 2003 echte Museumsstücke. Und eins davon sollte das Meeresmuseum haben. Also gab es einen entsprechenden Auftrag an die Firma, allerdings mit einer Maßgabe: Das Exemplar sollte keinesfalls schwerer sein als 300 Kilogramm. Geliefert wurde die Platte dann im Herbst 2003 auf einer Holzpalette, mit Schrumpffolie geschützt – ungewogen. Eine Stralsunder Speditionsfima erhielt den Auftrag, das Exponat bis an Ort und Stelle zu bringen: zum NATUREUM, die Treppe hinauf, in den Ausstellungsraum im 1. Obergeschoss des Hauptgebäudes. War vorher beim Transport ausschließlich der Gabelstapler im Einsatz, so erforderten nun die letzten entscheidenden Meter Handarbeit oder besser Muskelkraft. Die vier sehr kräftigen Fachleute banden die Platte sachgerecht zum Transport ein, hoben sie an… und setzen sie sofort wieder ab. „Die wiegt gut ihre acht oder neun Zentner – das schaffen wir nie!“ Jetzt war guter Rat teuer.

 

Rolf Reinicke, der für Ausstellung und Aktion verantwortliche Leiter der Außenstelle, als Geologe mit Steinen gut vertraut, wusste ihn. „Bitte den Boschhammer aus der Werkstatt!“ Fragende Blicke: Will er denn die schöne Platte tatsächlich zerteilen? „Das hätte ich keinen anderen machen lassen!“ sagte er, als er die Platte aus dem recht brüchigen Kalkstein eigenhändig mit Vorsicht und Feingefühl für das Material nicht quer, sondern längs aufgespalten hatte. Dadurch büßte sie nichts von ihrem attraktiven Aussehen ein, war aber nun „transportfähig“ und wurde sofort – nicht ohne Schweißvergießen – an den vorgesehenen Standort gebracht. Dort liegt sie seither unter den großformatigen Fotos der Küste Ölands und hatte inzwischen hunderttausende Bewunderer. 


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