Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Donnerstag, 19. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.5

Das Heringstelefon

Wie? Können Heringe telefonieren? Oder kann man mit Heringen telefonieren? Man kann, würden die Fischer früherer Generationen sagen. In der Fischereiausstellung des MEERESMUSEUMs ist darum ein traditionelles Heringstelefon zu bewundern. In den Zeiten, als Echolote noch nicht zur Standardausrüstung eines jeden Anglers gehörten, mussten sich die Küstenfischer auf andere Art behelfen, um die begehrten Heringsschwärme ausfindig zu machen. Eine entscheidende Frage in der Fischerei ist stets: „Wo ist der Fisch?“ Da dieser unter Wasser sehr gut verborgen ist, brauchte es kreative Mittel und Möglichkeiten.

 

Mit dem Heringstelefon nutzte man den körperlichen Kontakt im dichten Gedränge der Heringsschwärme. Dafür wurden lange, dünne Drähte oder im besten Falle Klaviersaiten mit einem Gewicht ins Wasser gelassen. Der Fischer legte sich die Saite um das Ohr und lauschte so in die Tiefe. Traf ein Heringsschwarm nun auf das Lot, rieben sich die Fische an der Leine. Aus diesen Berührungen konnten erfahrene Fischer die Dichte und Tiefe des Heringsschwarms erkennen. Netze oder Angeln wurden dann dementsprechend eingestellt.   

 

Mit diesen alten Hilfsmitteln war die Fischerei natürlich weniger intensiv als heute. Der Fisch hatte noch gute Chancen, den Netzen zu entkommen.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!