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Donnerstag, 19. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.61

Odyssee eines Walskeletts

Das Privileg, das beeindruckende Finnwalskelett im Chor der Katharinenhalle einmal berühren zu dürfen, bietet sich den Museumsbesuchern nur selten. Wenn es aber mal soweit ist, können sich die anwesenden Besucher glücklich schätzen und sind nicht selten tief bewegt. Denn man berührt echte Museumsgeschichte und ein wahrhaft historisches Walskelett, das erst auf langen Umwegen ins Stralsunder MEERESMUSEUM gelangte.

 

Als Funddatum steht für den Wal der 8. April 1825 in den Annalen. Gestrandet an der Westküste Rügens, flößte der unbekannte Riese den Fischern vor Ort „Furcht und Schrecken“ ein, wie Zeitzeugen berichteten. 16 Meter lang und etwa 10 Tonnen schwer war das junge Finnwalmännchen, das sich von seinen Zugwegen durch die nördlichen Meere in die Ostsee verirrt hatte. Qualvoll war schließlich sein Tod, weil es den Fischern nur unter großen Mühen gelang, das fremde Tier zu töten. Daraufhin kam der Kadaver als spektakuläres Schauobjekt zuerst nach Stralsund. Später wurde es an die Greifswalder Universität weiter transportiert. Dort dauerte es viele Jahrzehnte, bis man das Skelett wissenschaftlich korrekt zuordnen konnte. Nach mehreren Umzügen innerhalb der Institute kam das Skelett 1968 endgültig nach Stralsund zurück. Seit 1974 hängt es im Chor der mittelalterlichen Klosterkirche.

 

Hier groß und majestätisch den Raum dominierend, gilt der alte Finnwal als bekanntes Symbol des MEERESMUSEUMs. Vor allem aber wegen der vielfältigen Kulturveranstaltungen und wissenschaftlichen Vorträge, zu denen „Unter dem Wal“ eingeladen wird. Kunst und Wissenschaft, Unterhaltung und Festakte bekommen dadurch eine ganz besondere Note.           


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