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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.70

Täglich ein Stück Meer

Kein Frühstücksei ohne Salz. Auch Suppen, der beliebte Sonntagbraten oder Spaghetti-Wasser sind ohne Salz kaum denkbar. Viele würden sogar sagen: ungenießbar. Seit Jahrtausenden ist Salz deshalb unverzichtbar für die Zubereitung von Speisen. Früher noch ein kostbares Handelsgut, steht Salz heute als billiges Gewürzmittel in den Ladenregalen. Wenn es wie selbstverständlich in jeder Küche zur Anwendung kommt, machen sich wohl die wenigsten Menschen Gedanken über seinen Ursprung. Eine Schauvitrine im OZEANEUM gibt darum Auskunft, woher dieser wertvolle Rohstoff stammt.      

Als Steinsalz, Kochsalz oder Meersalz wird die weiße Speisewürze allgemein benannt. Gemeint ist damit Natriumchlorid. Es ist das bekannteste und am häufigsten vorkommende Salz. Gewonnen wird es unter anderem auch im Norden und Süden Deutschlands aus zahlreichen Salzbergwerken. Anderswo mit Hilfe von Entsalzungsanlagen direkt aus dem Meer. Ob jedoch aus der Erde oder unmittelbar aus den Ozeanen, Salz ist stets ein Produkt des Meeres. Denn in jedem Liter Meerwasser sind – einem chemischen Gesetz folgend - rund 35 Gramm Salz gelöst. Wenn dieses Wasser verdunstet, bleibt Salz zurück. Also auch Salz, das aus der Tiefe der Erde abgebaut wird, stammt aus einem ehemaligen Meer.

 

Vor etwa 258 Millionen Jahr lagen noch große Teile Nordeuropas unter dem sogenannten Zechsteinmeer, das seinerzeit bis weit nach Süddeutschland reichte. Die Salzstöcke, aus denen unser Speisesalz gefördert wird, sind Ablagerungen und Rückstände aus diesem Urmeer. Mit jeder Prise Kochsalz haben wir also stets ein Stück Meer in den Händen und im Essen.   


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