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Montag, 11. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.8

Das Pottwalskelett – ein schwebendes Puzzle

Wie ein Willkommensgruß wirken die hoch oben schwebenden Walskelette im Foyer des OZEANEUMs. Das imposante Triumvirat aus Pott,- Finn- und Zwergwal soll die Besucher neugierig auf die Ausstellungen und Aquarien machen.

 

Der Pottwalbulle, dessen Skelett hier gezeigt wird, strandete und verendete zusammen mit zwei weiteren Artgenossen im Januar 2002 in der Meldorfer Bucht an der Nordsee. Das Stralsunder Meeresmuseum als weltweit anerkannte Einrichtung für Walforschung gehörte zu den Abnehmern der riesigen Kadaver.

 

Auf dem Weg zum Ausstellungsstück müssen die Walknochen eine Reihe notwendiger Präparationsphasen durchlaufen. Früher wurden sie zeitweilig im Meer versenkt, damit Fleisch- und Fettreste von Kleintieren abgefressen werden konnten. Das Deutsche Meeresmuseum entwickelte jedoch eine eigene Methode. Dazu wird das Skelett in einem speziellen Container gelagert. Bakterien zersetzen über einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen allmählich das Fleisch, übrig bleiben die blanken Knochen. Dieses Verfahren wird als Mazeration bezeichnet.

 

Bevor die einzelnen Wirbelknochen auf einer gebogenen Stahlstange aufgefädelt wurden, mussten alle Knochen wie bei einem riesigen Puzzle richtig zugeordnet werden. Aus Platzgründen mussten die Präparatoren in das NAUTINEUM auf dem Dänholm ausweichen. Die Hängung erfolgte 2008 unter schwierigen Baustellenbedingungen. Das Skelett ist 14 Meter lang, 2,50 Meter breit und scheint trotz seiner 1200 Kilogramm Gewicht zu schweben. Auffallend ist die enorme Größe des Pottwalschädels mit dem langen, mit großen Zähnen besetzten Unterkiefer.


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