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Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.72

Was alte Knochen erzählen können

Umfangreich ist die Skelettsammlung von Meeressäugern im Stralsunder MEERESMUSEUM. Doch nur ganz wenige Exemplare sind in den Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen der Meere zu sehen. Der absolut größte Teil dient der wissenschaftlichen Forschung und der historischen Dokumentation. Nicht selten fallen darunter Tierskelette durch eine ungewöhnliche Herkunft oder ein erstaunliches Fundalter auf. Nicht alles aber ist haarfein belegt und manches lässt Fragen offen. Stets jedoch sind aus Forschersicht viele einzigartige Exemplare besonders wertvoll.     

    

Allein die imposante Statur macht die See-Elefanten zu interessanten Anschauungsobjekten. Sie sind die größten Robben der Weltmeere. Ein junger Artgenosse aus den südlichen, antarktisnahen Regionen war zu Lebzeiten bis 1939 eine Attraktion im Berliner Zoo. „Freia“ wurde der Bulle seinerzeit genannt. Sicher unkundig seines Geschlechts, aber voll im manischen Trend zur nordischen Mythologie. Über das Museum für Natur- und Völkerkunde in Wittenberg gelangte das Skelett 1968 schließlich  nach Stralsund. Hier sollte sich, auch in Folge solcher Übernahmen, im Laufe der Zeit ein Zentrum und Museum für Meereskunde und -forschung heraus kristallisieren. Da waren beispielhafte Exemplare stets willkommen, denn der See-Elefant hat reichlich ungewöhnliche Merkmale. Der Name etwa stammt von dem rüsselartigen Maul der erwachsenen männlichen Tiere. Diese können bis zu 6 Meter lang und 4000 Kilogramm schwer werden. Ehrfurcht einflößende Tiere, die in der Brunftzeit blutige Kämpfe zur Rangordnung austragen.      

 

Ebenfalls aus Wittenberg stammt in der Stralsunder Sammlung das Skelett eines Fluss- oder Amazonas-Manatis. Diese bedrohte Seekuh-Art aus Südamerika ist mit rund 450 Kilogramm Gewicht die kleinste unter den Rundschwanzseekühen und lebt ausschließlich im Südwasser. Bereits 1926 wurde das Tier im Amazonas gefangen. Die reinen Pflanzenfresser gehören trotz einer ähnlichen Statur nicht zu den Robben, sondern sind verwandt mit den Rüsseltieren und Elefanten.   


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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