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Freitag, 20. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.74

Ein Ausstellungsführer für Blinde und Sehschwache

Ein besonderes Anliegen von Anita Riechert, Grafikerin des MEERESMUSEUMs, ist die Barrierefreiheit im Deutschen Meeresmuseum. Um das Museum auch für Personen mit einer Sehbehinderung erlebbar zu machen, entwickelte sie einen Ausstellungsführer für Blinde und Sehschwache.

 

Doch wie entsteht ein solcher Blindenführer in Eigenarbeit? Neben viel Herzblut und Engagement, ist die Entstehung vor allem dem Berufsförderungswerk für Blinde und Sehbehinderte in Halle/ Saale zu verdanken. Die Mitarbeiter waren am gesamten Herstellungsprozess beteiligt und halfen unter anderem bei der Übersetzung der Inhalte in die sogenannte Brailleschrift. Die Herstellung des Ausstellungsführers setzte sich aus vier Schritten zusammen. Zunächst gestaltete Anita Riechert die Entwürfe – einmal in Farbe, einmal als Umrisszeichnungen. Im zweiten Schritt wurde die Grafik am Computer umgesetzt und schließlich zum Fräsen gegeben. Hierbei wurden aus einer Holzplatte das jeweilige Motiv und die dazugehörige Blindenschrift herausgefräst. Anschließend wurden die Folien des Ausstellungsführers mit Hilfe der Holzplatten im Tiefdruckverfahren hergestellt.

 

Der Ausstellungsführer beinhaltet einen Orientierungsplan, einen Rundgang durch die Aquarien und Ausstellungen sowie weiterführende Informationen. Mittlerweile wurde die Gesamtausgabe des Ausstellungsführers um Bände zu den Tieren der nördlichen Meere, der Boddengewässer und der Ostsee sowie der tropischen Meere erweitert. An jedem der vier Museumsstandorte – im MEERESMUSEUM, OZEANEUM, NATUREUM und NAUTINEUM ist mindestens ein Exemplar von jedem Band vorhanden und kann dort für den Rundgang ausgeborgt werden. Gegen ein geringes Pfand kann der Ausstellungsführer auch für Zuhause ausgeliehen werden.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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