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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.76

Müssen Fische eigentlich trinken?

Soviel Wasser ringsherum, da habe ich doch immer genug zum Trinken – mag so mancher Fisch denken, sofern es ihm in den Sinn kommt. Doch so einfach ist die Sache nicht. Bei tieferer Betrachtung sind dabei überaus komplizierte chemische Prozesse im Spiel, müsste man ihm erklären. Und abhängig von der umgebenden Art des Wassers – ob Süß- oder Salzwasser – fällt die Antwort auf die Frage, ob Fische nun trinken oder nicht, ganz unterschiedlich aus. 

 

Auch eine Schauvitrine im OZEANEUM gibt darüber Auskunft. „Osmose“ heißt das Thema, das sich mit dem Ausgleich benachbarter Lösungen mit ungleicher Konzentration beschäftigt. Durch eine Trennwand fließt das Wasser stets in den stärker konzentrierten Bereich. So auch bei höherem und niedrigerem Salzgehalt zwischen Wasser und Fischkörper. Da die Salzkonzentration im Meerwasser höher ist als in der Körperflüssigkeit der Fische, geben diese vor allem durch die Kiemen ständig Wasser an ihre Umgebung ab. Sie müssen also aktiv trinken, um den Wasserverlust auszugleichen. Das dadurch aufgenommene Salz wiederum wird durch bestimmte Organe aus dem Körperwasser gefiltert und durch den Harn wieder abgegeben.

 

Anders bei den Süßwasserfischen. Durch den höheren Salzgehalt im Fischkörper nehmen diese über die Schleimhäute und Körperoberfläche ständig Wasser aus der Umgebung auf. Sie müssen also nicht aktiv trinken, scheiden aber dennoch Wasser aus. 

 

Am Rande: Da der Mensch nicht in der Lage ist, Salz in hohen Mengen auszuscheiden, kann er trotz getrunkenen Meerwassers verdursten. Das Salz darin entzieht dem Körper mehr Wasser als er aufnimmt.


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